Andris Nelsons

»Wir blicken mit außerordentlicher Vorfreude auf die Residenz bei den Osterfestspielen Salzburg. Wagner und Mendelssohn, Schumann und Bach: Die Werke dieser Komponisten haben die Geschichte unseres Klangkörpers nachhaltig geprägt und uns zu dem Orchester gemacht, das wir heute sind. Unser Kernrepertoire mit dem Salzburger Publikum zu teilen, bedeutet für uns, unser Innerstes preiszugeben – und zu erzählen, wohin unsere Reise geht. Auch die zeitgenössische Musik nimmt eine wichtige Rolle in unserer Arbeit ein. Besonders freue ich mich deshalb darüber, dass ein Werk der Gewandhauskomponistin Sofia Gubaidulina auf dem Programm steht.«

© Gert Mothes

Andris Nelsons ist Musikdirektor des Boston Symphony Orchestra und Gewandhauskapellmeister des Gewandhausorchesters Leipzig. Durch diese beiden Positionen und sein persönliches Engagement entstand eine zukunftsweisende Verbindung zwischen den zwei Institutionen, die den Grammy-gekürten Nelsons als einen der renommiertesten und innovativsten Dirigenten in der internationalen Musikszene ausweisen. Seine Tätigkeit als Musikdirektor des Boston Symphony Orchestra nahm Nelsons mit Beginn der Saison 2014/15 auf, seine Ernennung zum Gewandhauskapellmeister erfolgte im Februar 2018. Im Oktober 2020 wurden die Verträge mit beiden Orchestern verlängert. Ein Höhepunkt für Nelsons, das Boston Symphony Orchestra und das Gewandhausorchester Leipzig fand Ende 2019 statt: Im Rahmen der Kooperation zwischen den beiden Orchestern gaben sie gemeinsam drei Konzerte in Boston. Das Gewandhausorchester Leipzig trat auch innerhalb der Abonnementreihe des BSO auf.


In der Saison 2021/22 stellt die Allianz dieser beiden Klangkörper das symphonische Werk von Richard Strauss in den Fokus: Im Rahmen eines sieben Alben umfassenden gemeinsamen Aufnahmeprojekts bei der Deutschen Grammophon präsentieren Andris Nelsons, das Gewandhausorchester und das Boston Symphony Orchestra Anfang Mai 2022 die großen Orchesterwerke des Komponisten. In der Saison 2021/22 kehrte Nelsons zu diversen Orchestern zurück, wie den Berliner Philharmonikern und der Filarmonica Della Scala. Die Zusammenarbeit mit den Wiener Philharmonikern, mit denen er beim prestigeträchtigen Neujahreskonzert 2020 aufgetreten war, findet bei den Salzburger Festspielen 2022 einen neuen Höhepunkt.


© Gert Mothes

2023 werden Andris Nelsons und das Gewandhausorchester als erstes Residenzorchester der Salzburger Osterfestspiele unter der neuen Intendanz Nikolaus Bachlers ihr Leipziger Kernrepertoire präsentieren, u.a. Werke von Bach und Schumann sowie eine Aufführung von Wagners »Tannhäuser« unter der Regie von Romeo Castellucci.


Auch die Zusammenarbeit mit dem Bayreuther Festspielorchester, das Andris Nelsons im Festspielsommer 2021 auf einer ersten Europa-Tournee dirigierte, wird 2022/23 mit zwei Konzerten in Bayreuther Festspielhaus fortgesetzt. Die exklusive Partnerschaft von Andris Nelsons und der Deutschen Grammophon (DG) ebnete bereits den Weg für drei herausragende Großprojekte mit dem Boston Symphony Orchestra, dem Gewandhausorchester Leipzig und den Wiener Philharmonikern. Mit ersterem legte er einen Schostakowitsch-Zyklus vor, der alle Sinfonien und die Oper »Lady Macbeth von Mzensk« beinhaltet; der Zyklus wurde mit vier Grammys ausgezeichnet in den Kategorien »Best Orchestral Performance«, sowie »Best Engineered Album«. Mit dem Gewandhausorchester Leipzig setzt Nelsons seine Zusammenarbeit an einem vielgepriesenen Zyklus der Sinfonien Bruckners mit dem gelben Traditionslabel fort. Der fünfte Teil beider Zyklen wurde 2021 veröffentlicht. Zum 250. Geburtstag des Komponisten erschienen im Oktober 2019 Nelsons' DG-Aufnahmen aller Beethoven-Sinfonien mit den Wiener Philharmonikern.