Wenn alle Werte der Welt gegeneinander wüten - unser Programm 2027
Die Berliner Philharmonikern setzen gemeinsam mit deren Chefdirigent Kirill Petrenko die Neuproduktion von Richard Wagners »Der Ring des Nibelungen« fort. In »Die Walküre«, inszeniert von Kirill Serebrennikov, gibt Lise Davidsen ihr internationales Rollendebüt als Brünnhilde.
Erstmal bei den Osterfestspielen erklingt Georg Friedrich Händels Oratorium »Messiah«. Die Dirigentin Emmanuelle Haïm bringt ihr eigenes Chorensemble Concert d’Astrée mit. Der mit 26 Sängerinnen und Sängern ungewöhnlich klein besetzte Chor verspricht ein besonderes kammermusikalisches Erlebnis.
Beethovens Missa solemnis lag schon im Gründungsjahr der Osterfestspiele Salzburg 1967 auf den Pulten der Berliner Philharmoniker und Herbert von Karajans. Zum 200. Todestag des Komponisten interpretieren Kirill Petrenko und die Berliner Philharmoniker die »große Messe« gemeinsam mit dem Rundfunkchor Berlin.
Martha Argerich präsentiert mit den Berliner Philharmonikern das spritzige, hochenergetische Dritten Klavierkonzert von Sergej Prokofjew. Zur Eröffnung entführt Claude Debussys »Prélude à l'après-midi d'un faune« mit impressionistischen Klängen in eine sinnliche Traumwelt, bevor Modest Mussorgskis Zyklus »Bilder eine Ausstellung« in der Orchestrierung von Maurice Ravel erklingt. Am Pult steht der junge israelische Dirigent Lahav Shani.
Eine weitere musikalische Tradition kehrt zu den Osterfestspielen zurück: das reichhaltige Kammermusik-Angebot mit Mitgliedern der Berliner Philharmoniker. Details werden zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben.
»Antigone« ist eine radikale Neuinterpretation von Sophokles' zeitloser Tragödie. Der junge, norwegische Choreograph Alan Lucien Øyen erarbeitet dieses Stück mit seinem Ensemble winter guests sowie ehemaligen und aktuellen Mitgliedern des Tanztheater Wuppertal Pina Bausch.
Elektro
Auch 2027 laden die Osterfestspiele Salzburg international bekannte Künstlerinnen und Künstler aus dem Bereich der elektronischen Musik ein, sich mit unserem Programm zu beschäftigen. Details werden zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben.
Bilderserie zu den Osterfestspielen 2027
2026 begann die Zusammenarbeit mit dem Berliner Künstler Mathias Vef, dessen eigens geschaffene Bildwelten das Festival die nächsten Jahre begleiten. Er entwickelt eine fortlaufende Erzählung, die durch die epochalen Brüche der Gegenwart inspiriert ist – Brüche, die gerade durch künstliche Intelligenz zu einem globalen Beben werden. Seine so generierten Porträts und Stillleben sind keine Illustrationen der Bühne; sie eröffnen vielmehr einen autonomen ästhetischen Zwischenraum. Die KI funktioniert dabei wie ein kultureller Fleischwolf: Das visuelle Erbe der Menschheit wird fragmentiert, dekonstruiert und neu zusammengesetzt. In diesem Spannungsfeld zwischen Faszination und Apokalypse entsteht eine Bildwelt, die ein ästhetischer Abgesang auf eine Welt im Wandel sein könnte – aber auch eine Hommage an ihr kulturelles Gedächtnis.