Herbert-von Karajan-Preis 2026: die Preisträgerinnen und Preisträger
Le Bu (Fasolt in »Das Rheingold«), Jasmin White (Erda in »Das Rheingold«), Arabel Karajan, Konstantin Krimmel (Baritonpartie in »Die Schöpfung«) © Monika Rittershaus
JASMIN WHITE - Erda in »Das Rheingold«
Jasmin White (hier mit Christian Gerhaher (Wotan)) in der Neuproduktion von Richard Wagners »Das Rheingold« © Frol Podlesnyi
Jasmin White kommt aus Grand Ronde, Oregon und gehört zur Cherokee Nation of Oklahoma. White absolvierte das Artist Diploma in Opera Studies Programm an der New Yorker Juilliard School. Die indigene bildende Kunst von White ist Cherokee-TERO-zertifiziert.
Im Jahr 2023 gewann Jasmin White den ersten Platz beim Königin-Sonja-Gesangswettbewerb in Norwegen und den zweiten Platz sowie den vom Publikum verliehenen Musiq3-Preis beim Königin-Elisabeth-Wettbewerb in Belgien. In der Saison 2024/25 war White erstmals Mitglied des Solistenensembles der Volksoper Wien und war dort als Dritte Dame in »Die Zauberflöte«, als Martha in »Jolanthe und der Nussknacker«, als Suzy in »La rondine« sowie als Frau Reich in »Die lustigen Weiber von Windsor« zu erleben. Die Saison 2025/26 beginnt White mit einer Aufführung von Maurice Duruflés Requiem im Concertgebouw in Amsterdam und übernimmt anschließend die Rolle der Juno in Georg Friedrich Händels »Semele« an der Dutch National Opera.
2025 debütierte Jasmin White unter dem Dirigat von Esa-Pekka Salonen in Salzburg, in der Festivalsaison 2026 ist White als Erda bei den Osterfestspielen Salzburg zu erleben.
KONSTANTIN KRIMMEL - Baritonpartie »Die Schöpfung«
Konstantin Krimmel © Geoffrey Schied
Konstantin Krimmel, deutsch-rumänischer Abstammung, erhielt seine erste musikalische Ausbildung bei den St. Georgs Chorknaben in Ulm. Im Alter von 21 Jahren begann er sein Gesangsstudium bei Teru Yoshihara, das er 2020 mit Auszeichnung abschloss.
Schon zu Studienzeiten entwickelte Konstantin Krimmel eine besondere Liebe zum Konzert- und Lied-Repertoire, welches er rasch erweiterte. In der Saison 2025/26 ist er mit nahezu 30 Liederabenden weltweit zu erleben. Seit 2021 ist der Bariton Ensemblemitglied der Bayerischen Staatsoper und singt dort die zentralen Rollen seines Faches, darunter Figaro, Don Giovanni, Papageno, Guglielmo, Harlekin und Belcore. Zu seinen musikalischen Partnern zählen Vladimir Jurowski, Jakub Hrůša, Philippe Herreweghe, Thomas Hengelbrock, Sir Simon Rattle und Christian Thielemann.
Das Gewinnen zahlreicher Wettbewerbe hat seine Karriere entscheidend vorangebracht. Als BBC New Generation Artist (2021–2023) gefördert, wurde er 2023 von den »Oper! Awards« und der »Opernwelt« als bester Nachwuchskünstler ausgezeichnet und erhielt 2024 den »Opus Klassik« als Sänger des Jahres.
Bei den Osterfestspielen Salzburg 2026 ist der Bariton erstmals zu erleben.
LE BU - Fasolt in »Das Rheingold«
Le Bu (Fasolt, hier mit Patrick Guetti als Fafner) in »Das Rheingold« © Frol Podlesnyi
Der chinesische Bassbariton Le Bu ist Gewinner des ersten Preises von Operalia 2024 und des Metropolitan Opera Wettbewerbs 2022 sowie Absolvent des Lindemann Young Artist Development Program.
In den vergangenen Spielzeiten stand er auf den Bühnen der Metropolitan Opera, der Washington National Opera, der Santa Fe Opera und des Aspen Opera Theatre. Während seiner Zeit an der Met sang er unter anderem den Biterolf in »Tannhäuser«, den Angelotti in »Tosca« und den Sprecher in der Festtagsproduktion von »Die Zauberflöte«. In dieser Saison trat er als Monterone in »Rigoletto« an der Santa Fe Opera auf und kehrt in der Titelrolle von »Le nozze di Figaro« an die Washington National Opera zurück.
Zu seinen zukünftigen Engagements gehören Debüts an der Opéra national de Paris, an der Royal Opera Covent Garden und eine Rückkehr an die Metropolitan Opera. Bei den Salzburger Osterfestspielen 2026 tritt er im Chorkonzert II sowie als Fasolt in »Das Rheingold« mit den Berliner Philharmonikern auf.