Christian Gerhaher, Brenton Ryan, Leigh Melrose, Catriona Morison
Berliner Philharmoniker
Anja Schneider & Sven Marquardt © Osterfestspiele Salzburg
»Wir wollen Wagners Klangwelten in einen modernen Kontext überführen – dazu schwebt mir ein urbaner, technoider, dubbiger Sound vor, der dunkel und geheimnisvoll sein wird – ganz wie die von Wagner neuinterpretierten Geschichten des mittelalterlichen Nibelungenlieds«, sagt Anja Schneider. Als ideale Location für den Elektro-Abend dient wieder die Felsenreitschule – also dieselbe Bühne, auf der Regisseur Kirill Serebrennikovs Neuinszenierung des »Ring des Nibelungen« mit »Das Rheingold« die Festspiele 2026 eröffnen wird.
Dieser Raum soll in Verbindung mit Schneiders DJ-Set und den Visuals von Sven Marquardt zu einem Gesamterlebnis werden. Dazu hat der Berliner Fotograf eigens Werke geschaffen, die – so düster und atmosphärisch wie der Sound – Wagner neu erlebbar machen sollen. »Mich reizt besonders, eine Brücke zwischen Festspieltradition und Clubästhetik zu schaffen«, sagt Marquardt, dessen Arbeiten seit jeher von seiner Faszination für das Thema »Nacht« erzählen.
© Sven Marquardt
Nach über 50 Jahren haben sich die Osterfestspiele Salzburg 2023 neu ausgerichtet - erstmals kam zeitgenössischer Tanz und Elektro zur Aufführung: den Auftakt machte DJ-Legend Westbam mit »Westbam meets Wagner«. 2024 folgte der britische Sound-Tüftler Max Cooper mit seiner immersiven Show »Seme«, 2025 begeisterten ALMA. und Milk&Sugar mit »Wounds & Wonders«. Die Kronenzeitung schrieb zur neuen Elektro-Sparte: »Vom Wagnis zum Wegweiser in die Zukunft der Osterfestspiele«. Denn das Festival öffnete sich nicht nur thematisch, sondern auch gegenüber neuen Publikumsschichten – dank günstiger Kartenpreise.